Clownworkhop im Sommer

vom 13.-15.7.18

Die nächsten Termine:

So 09.12.2018 - 11:00 Uhr  Gustavsburg - Achterbähnchen

So 16.12.2018 - 16:00 Uhr  Hofheim/ Unterfranken

So 30.12.2018 - 19:30 Uhr  Hofheim/Unterfranken

Mi 16.01.2019 - 16:00 Uhr  Dossenheim - Stadtbücherei

So 20.01.2019 - 14:00 Uhr  Stuttgart - Stuttgarter Kinderfilmtage

Die letzten Kritiken und Kommentare:

Schwetzinger Zeitung, sge - 

»Der kleine Maulwurf will lieber ein Vogel sein«

Publikum schmilzt dahin weiterlesen

EPPELHEIM. Der kleine Maulwurf hatte nur ein Ziel: „Ich will fliegen!“ Diesen Satz wiederholte er immer und immer wieder. Seine Mutter schüttelte voller Unverständnis den Kopf und holte ihren Spross mit deutlichen Worten auf den Boden der Tatsachen zurück: „Wir leben unter der Erde – wir können nicht fliegen!“ Doch so leicht ließ sich der kleine Erdbewohner nicht von seiner Idee abbringen. Neidisch blickte er, wenn er die Nase aus seinem Maulwurfshügel streckte, auf Schmetterlinge und Papierflieger, die über seinem Kopf lustig flatternd durch die Luft schwebten.
Da fasste der kleine Maulwurf einen Entschluss: Er wollte unbedingt ein „Erdvogel“ werden. Sogleich begann er mit Flugübungen. Doch das funktionierte noch nicht so recht. Also machte er sich auf den Weg und fragte verschiedene Tiere, wie denn das so ist mit dem Fliegen. Er begegnet Fliegern und Nichtfliegern und bekam schließlich den entscheidenden Tipp, wie das mit dem Fliegen auch bei Maulwürfen klappen könnte.
Publikum schmilzt dahin
Ganz entzückend war die Geschichte über Sehnsucht und Fantasie, die das mobile Kindertheater „Pohyb’s und Konsorten“ für Kinder ab vier Jahren in die Stadtbibliothek mitgebracht hatte. Das Stück „Der kleine Erdvogel“ von Oliver Scherz und Eva Muggenthaler handelte von der Macht der Träume und war sowohl eine poetische als auch witzige Geschichte über Sehnsüchte, Wünsche, Ziele und die Kraft der Fantasie.
Die beiden Schauspieler Maike Jansen und Stefan Ferencz wussten im Handumdrehen kleine wie große Zuschauer in ihren Bann zu ziehen. Die beiden sind als Schauspielduo seit 2004 zusammen und ein eingespieltes Team. Mit ihren Stücken sind sie in Deutschland und dem Ausland unterwegs. Ihr Ziel ist es, mit einfachen Mitteln und Schauspielkunst Theater zu machen und mit ihren Geschichten die Fantasie ihres Publikums anzuregen.
Die beiden schlüpfen mit Haut und Haaren in ihre Rollen. Wenn Maike Jansen mit kindlicher Stimme und kieksenden Lauten als Maulwurfskind das Fliegen übt, schmilzt das Publikum dahin. Und wenn Stefan Ferencz, der unter anderem auch die gestrenge Maulwurfsmutter spielt, sich in eine kauende Kuh oder in ein anderes Tier verwandelt, sind die Zuschauer voller Begeisterung und Bewunderung für diese wunderbare Verwandlung und Darbietung.

A. Wagner se hp - 

»Ein Mäuserich erobert Kinderherzen«

Die Erwachsenen unter den Zuschauern wußten nicht was schöner war: Das Geschehen auf der Bühne oder das Beobachten des so mitgerissenen Publikums. weiterlesen

HEPPENHEIM. Was für ein Gewimmel und Gewusel vor dem Saalbau-Kino: Nahezu 130 Kinder stürmten am Sonntagnachmittag nach der Theatervorstellung von „Frederick“ aus dem Gebäude und begannen zu sammeln. Nicht Getreide und Stroh, wie die Feldmäuse in Leo Lionnis berühmter Geschichte, sondern Kastanien. Der ganze Vorplatz des Kinos war übersät davon – glücklich die Mütter, die eine Tüte dabei hatten für den sammelwütigen Nachwuchs. Die anderen fanden die glänzenden braunen Früchte in ihrer Handtasche, den Jacken- und Hosentaschen wieder. Und die Sonnenstrahlen, die Mäuserich Frederick so fleißig gesammelt hatte, die nahmen die Mädchen und Jungen im Herzen mit nach Hause.

Frederick will Sonnenstrahlen sammeln

Es war ein kurzweiliger und unterhaltsamer Nachmittag im Saalbau. Das Ensemble des mobilen Theaters „pohyb’s und konsorten“ war zu Gast und begeisterte von der ersten Minute an seine kleinen Zuschauer mit seinem „poetischen Kindertheater“ rund um Mäuserich Frede- rick.
Was für ein Gegacker, als ein uralter Mäuserich mit gestreiftem Bademantel in die Zuschauer schaut und erschrickt. „Vor langer Zeit...“, so beginnt er die Geschichte von der Feldmausfamilie zu erzählen, die die meisten Kinder sicher bereits vom Vorlesen kennen.
Staunende Gesichter bei den Kleinen, als mit einem Mal prächtige Blumen auf der Bühne erblühen, die Steinmauer zum Vorschein kommt – und Gelächter, als im Hintergrund unterschiedliche Tiergeräusche abgespielt werden. Zwei Mäuse in karierten Knicker-bockern, mit langen Schwänzen und teilweise eher unkonventionell getragenen Ohren spielen Verstecken. Was gibt es Schöneres für kleine Kinder, als Haschmich-Spielchen auf der Bühne, wo sie alle wissen, wo die Protagonisten gerade sind, diese aber im Dunkeln tappen.
Es war herrlich zu sehen, wie die Kinder vor Lachen brüllten, als die eine Maus die andere am Schwanz zog. Andere kleine Zuschauer standen mit offenem Mund und roten Wangen und verfolgten das Geschehen mit zusammenballten kleinen Fäustchen. Ach, war das spannend! Die Erwachsenen unter den 130 Zuschauern der Kindertheater-Veranstaltung von Forum Kultur, wussten oft nicht, was schöner war: Das Geschehen auf der Bühne oder das Beobachten des so mitgerissenen Publikums.
„Da isser doch!“ rufen die Kin- der aus vollem Hals, als eine der Mäuse versucht, einen Schmetterling zu fangen. Da stört es keinen, dass die Maus selbst das flatternde Tier mit einem Draht bewegt und dass man das sieht. Den Kindern ist das nicht wichtig. Ihre Fantasie sieht keine Drähte, die sieht eine Sommerwiese mit Schmetterlingen.
Der Geschichtenerzähler berichtet, dass die Feldmausfamilie im Herbst Vorräte sammelt für den nahenden Winter, denn der Bauer ist weggezogen, die Kornkammern sind leer. Eifrig sammeln alle Maiskörner, transportieren sie auf Strohhalmen, suchen Nüsse und Stroh. Alle?
Nein, Frederick sitzt scheinbar nur herum. „Warum hilfst du nicht?“, wollen die Mäuse wissen. Doch Frederick ist keineswegs tatenlos: „Ich sammle Sonnenstrahlen für die kalten Wintertage“, erklärt er. Im Publikum fragt ein Junge seine Eltern: „Wie kann die Maus das machen?“ Die Eltern schauen ratlos, glücklicherweise geht es gleich weiter auf der Bühne. Der Sohnemann hat gar keine Zeit auf eine Antwort zu warten. Glück gehabt.
Wieder folgt eine Slapstick-Szene, um die Kinder mit Fredericks Philosophieren nicht zu überfordern. Das ist es, was die Inszenierung ausmacht: Die Macher sind sich bewusst, dass sie es mit kleinen Kindern ab vier, manche waren deutlich jünger, zu tun haben. Und die muss man die gesamten 45 Minuten bei der Stange halten. Und das gelingt den beiden Darstellern, die in die unterschiedlichen Rollen schlüpfen bestens. Immer wieder gibt es Szenen, bei denen herzhaft gelacht und reingerufen werden darf. Man muss nicht immer nur stillsitzen.
So sammelt Frederick weiter Farben und Leo Lionnis Wörter. Und im Winter, als die Vorräte aufgebraucht sind, ist die Familie froh, dass ihnen Frederick mit seinem Geschichten, den Farben und der Wärme der Sonnenstrahlen das Warten auf das Frühjahr verkürzt.
Fröhlich beklatschten Eltern und Kinder das gelungene Stück und marschierten hinaus aus dem Saalbau, um selbst noch einmal kräftig Sonnenstrahlen zu tanken.