Pressekritiken und Zuschauerkommentare:

Rhein-Neckar-Zeitung; Peter Lahr - 

»Die Kraft der Imagination«

pohyb`s und konsorten spielten Helme Heines “Freunde“ – Gutgelauntes Finale der “Mosbacher Buchwochen“ weiterlesen

Mosbach Die hohe Kunst, mit nur zwei “Spielmachern“ drei Protagonisten ins überturbulente Leben zu entsenden, sie beherrschen „pohyb’s und konsorten“ so einfallsreich wie virtuos. Bei Helme Heiners Kinderbuchklassiker “Freunde“ setzten die beiden routinierten Multitasking-Schauspieler Maike Jansen und Stefan Ferencz zudem auf die Kraft der Imagination. Zum wunderbaren Finale der “Mosbacher Buchwochen“ lud “Kindler’s Buchhandlung“ am Freitagnachmittag ins Sängerheim ein. Über gut 60 Zuschauer freute sich dabei Veranstalter Jürgen Mellert.

Mit allerlei “Ah! Oh! Prrrt!“ eroberten zwei seltsame Wesen in karierten Knickerbocker-Latzhosen-Kombinationen den Raum vor der schlichten Bühne. Noch während sie das Publikum in die richtige Sitzordnung fügten, offenbarten sich die beiden als ebenso schnell eingeschnappte wie wieder übermütigst herumalbernde Freunde. Ein rotes Tuch reichte Maike Jansen, um sich in einen Magier zu verwandeln, der seinen Mitspieler unschwer verschwinden lässt. Ein paar Takte Bandoneon oder ein Glockenspiel reichten für den “Soundtrack“. Denn die größte Gabe, die menschliche Vorstellungskraft, wussten die Spieler mit Gesten, Pantomime, Körpersprache, Andeutungen und einer leicht verständlichen Fantasiesprache anzufeuern.
Eine Triangel wurde zum Klang der morgendlichen Kirchenglocken, mit denen das Stück seinen Ausgangspunkt nahm. “Jeden Morgen weckt Franz von Hahn den Bauernhof. Jonny Mauser und der dicke Waldemar helfen ihm dabei.“ Diesen recht lapidaren Worten des Erzählers folgte ein Kammerspiel des Slapsticks. Kleine Accessoires wie ein Strohhut mit Schweinsohren oder ein über die Nase gesteckter Hahnenschnabel reichten völlig aus, um die “Freunde“ anzudeuten. Mit viel “Schaba! Schaba! Buh!“ mühte sich derweil Jonny mit einem übergroßen Hammer ab. Während Waldemars Speckschwarte schon aus purer Vorfreude auf den Weckstreich vor Lachen zu Bersten drohte.
Als Minifiguren radelten die Freunde später über die Bühne. In einen wagemutigen Motocrossfahrer verwandelte sich der mitunter leicht arrogant wirkende Hahn. Derweil Waldemar eher für die handfesten Dinge im Leben zu begeistern war. Mit Hahn, Schwein und Maus kenterte zwar auch das Piratenboot des Trios. Doch allein die pfeifenden Kanonankugeln, die über den Dorfteich bollerten oder das abgedrehte Unterwasser-Abtauch-Und Schier-Ertrink-Ballett war ganz großes Kino. Auch zu welch ausdrucksstarken Grimassen ein imaginäres Kirschkernweitspucken führen konnte, begeisterte die Zuschauer. Auch ohne Effektgeheische gelang es “pohyb’s und konsorten“, das Publikum in Bann zu ziehen und es im Saal mitunter mucksmäuschenstill werden zu lassen. So still wie am Abend, als plötzlich ein Sternenhimmel über dem Bauernhof prangte und ein Schattenspiel im Spiel die Fantasiereise beendete.
BUZ:
“Richtige Freunde träumen voneinander.“ Mit Helme Heines Kinderbuchklassiker endeten am Freitag die “Mosbacher Buchwochen“. Mit reichlich Fantasie und großer Spielfreude brachten “pohyb’s und konsorten“ das Buch auf die Bühne.

Bad Kreuznacher Zeitung; Wolfgang Zumsteg - 

»Tierisches Vergnügen«

“Freunde“ als Pantomime in der Loge sorgen nur mit ihrer Körpersprache für Heiterkeit weiterlesen

Bad Kreuznach
Die drei Freunde aus dem Ort “Mullewapp“ - Franz von Hahn, ein Gockelhahn, Johnny Mauser, die kleine Maus, sowie das Schweinchen mit Namen Waldemar - sind die berühmten Helden der Bilderbuchgeschichten von Autor Helme Heine. Eines der Bücher mit dem Titel “Freunde“ wurde nun von der Buchhandlung “Leseratte“ in Zusammenarbeit mit dem “Mobiles Theater - Pohyb's und Konsorten“ als Theaterstück im Hause des Gastes in der Loge aufgeführt.
Die beiden Schauspieler und Pantomimetalente Stefan Ferencz und Maike Jansen verkörpern die drei Figuren mit Hilfe von Halbmasken, sodass auch ein Wechsel der Tierrollen während der Aufführung möglich ist. Zum Einstieg in die Geschichte der drei Freundegibt es reichlich Getöse, morgens um 3 Uhr erwacht der Bauernhof wie folgt: Franz von Hahn kräht auf dem Dach in den Morgen und der dicke Waldemar verucht seine Freunde mit einer Fahrradhupe zu erschrecken. Und Johnny Mauser macht mit einem übergroßen Hammer ordentlich Krach. Mit viel Komik und auch Slapstick und mit nur weingen Worten, dafür aber mit allerhand selbst gemachten Lauten, wie das bis ins Mark erschütternde Krähen von Franz von Hahn, spielen die beiden Akteure auf der Bühne zur großen Freude des jungen Publikums.
Nach dem turbulenten Aufwachen beschließen die drei Freunde, mit dem Fahrrad hinunter zum Dorfteich zu radeln. Das demonstrieren die beiden Darsteller mittels eines großen Fahrradlenkers hinter einer schwarzen Kulisse und so taucht einmal Waldemar auf der einen Pedale auf und auf der anderen Seite kommt Johnny Mauser beim Strampeln zum Vorschein - ein riesiger Spaß für die Kinder im Saal, die sich vor Lachen den Bauch hielten.
Während der rasanten Fahrt zum Teich verliert Franz seine beiden Freunde und nun merkt er, dass er alleine nicht weiter fahren kann und nur mithilfe seiner beiden Kumpels das Ziel erreichen wird. Sie finden dann auch wieder mithilfe der kleinen Zuschauer zusammen.
Am See warten neue Abenteuer, denn die drei wollen Piraten werden und mit ihrem Boot über das große “Meer“ schippern. Aber als Pirat braucht man natürlich auch eine Piratenflagge und die steckt Waldemar auf den höchsten “Mast“ des Piratenschiffes. Nicht lange währt der Spaß auf dem Wasser, denn die Freunde kentern mit ihrem Segelboot und nun müssen die drei Freunde an Land schwimmen. Jetzt steigen Seifenblasen wie Luftblasen auf und die beiden Schauspieler versuchen mit Schwimmbewegungen auf der Bühne wieder ans rettende Ufer zu gelangen, immer ein waches Auge auf den Kleinsten, Johnny Mauser.
Nach so viel Abenteuer werden die drei schließlich hungrig; zum Glück entdecken sie einen Kirschbaum. Gemeinsam erreichen sie aufeinanderstehend die süßen Früchtchen. Allerdings erst nach mehreren Anläufen, wobei der dicke Waldemar, der ganz oben auf der Tierpyramide steht, immer wieder ins Schwanken gerät. Auch hier war die Slapstick der beiden Darsteller unübertroffen und zum Schreien komisch. Sobald die Kirschen erreicht waren, ging es sogleich ans Kirschkernspucken und der Sieger hieß Johnny Mauser, der Kleinste der drei Freunde.
Nach so viel Aufregung werden alle “Jungs“ müde und wollen nur noch nach Hause. Per Minifahrrad radeln die Titelhelden nach Mullewapp zurück. Das Schlußbild der letzten Szene ist ein im Hintergrund beleuchtetes Schattenspiel und man hört nur noch das Schnarchen der drei besten Freunde, auch dann noch, nachdem das Licht auf der Bühne erlosch. Und der Zuschauer spürt ganz genau, diese Freunde werden noch viele Abenteuer gemeinsam bestehen.

Idsteiner Zeitung; Udo Mallmann - 

»Fast ohne Worte«

pohybs und konsorten begeistern das Idsteiner Publikum weiterlesen

Idstein Gespannte Gesichter bei Kindern und Erwachsenen; der Saal im Bischof-Dirichsheim-Heim ist voller großer und kleiner Menschen, die den Atem anhalten: Was passiert da auf der Bühne? Ist es möglich, beinahe ohne Worte, nur mit ein paar Geräuschen, mit perfekt abgestimmter Pantomime, mit Gestik und Mimik, die bis ins Detail treffend die Situationen und Charaktere darstellt, die drei Freunde von Helme Heine lebendig werden zu lassen? Wer das nicht glaubt oder sich wenigstens selbst überzeugen möchte, dem sei die Theatertruppe Pohybs und konsorten hinter der sich Maike Jansen und Stefan Ferencz verbergen, wärmstens ans Herz gelegt. Die Katholische öffentliche Bücherei und der Hexenbuchladen hatten sie nach Idstein eingeladen.
Erlösendes Lachen, als der riesige Hammer von der winzigen Maus endlich auf dem Gong landet. Der gesamte Bauernhof gackert, muht, bellt, kurzum, ist geweckt. Dem stolzen Franz von Hahn ist der Spaß verdorben und die Show gestohlen. Gekräht wird aber trotzdem.
Es folgt eine wilde Radeltour über Stock und Stein, kein Berg zu steil, kein Tal zu tief, bis zum Dorfteich. Genieal dargestellt durch die Fahhradstange und eine prustende Maike Jansen, der man den Höhenmeter abnimmt, gar mitschwitzt. Jetzt wird erst mal verstecken gespielt und die Kinder helfen der Maus eifrig nach dem verschwundenen Schwein zu suchen. Kaum zu glauben, wie gut es durch eine Blume getarnt ist. Jonny Mauser findet seine Freunde nicht, dafür entdeckt er einen alten Kahn und schon finden sich alle drei auf einer clownesken Piratenkaperfahrt wieder, bis der Kahn kentert. Beinahe bleibt allen unter Wasser die Luft weg - zum Glück kann der dicke Waldemar den vor Wasser triefenden Hahn retten. Solche Abenteuer bringen einen ordentlichen Hunger mit sich, nur die Kirschen hängen wirklich ein Stückchen zu hoch.
Nachdem am Abend alle drei nach Hause geradelt sind, schwören sie sich ewige Freundschaft. Am Ende, ganz am Ende funkeln die Sterne über dem Nachthimmel von Mullewapp und die drei Freunde träumen voneinander, denn richtige Freunde machen alles zusammen.
“Ju-ungs, Ju-ungs“, hört man sie noch rufen und das Publikum applaudiert begeistert... Hoffentlich wird Idstein noch viel poetisches Kindertheater von dieser flotten Truppe sehen können. Übrigens “pohyb“ ist slowakisch und heißt Bewegung. Und bewegt haben sich die beiden Schauspieler wahrlich ausreichend.

Mainzer Allgemeine Zeitung - 

»"Grüffelo" und "Kleine Maus" erobern Kinderherzen«

von Viktor Reier weiterlesen

Mainz. Normalerweise sind Theaterbesucher aufmerksam, schweigsam und ernst, wenn sich Schauspieler auf der Bühne in Dialgen verlieren – Kinder sind da anders...
Das Schauspielerduo "pohyb`s und konsorten" eroberte das Wohlwollen der Kinder innerhalb von Minuten. Die beiden Erzählfiguren "Grüffelo"und "KLeine Maus" bewegen sich dabei durch skurrile, zum Teil improvisierte, witzige Szenen. Schallendendes Gelächter, klatschende Hände - auf einem Sitz steht ein Mädchen und zeigt auf die rosa Ohren der.
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Gudrun Klopf, Bote vom Haßgau - 

»Das kurze, aber erfüllte Leben einer Eintagsfliege«

Stefan Ferencz begeistert als Eintagsfliege das Publikum in Hofheim weiterlesen

Hofheim (gk) Zum Glück handelte die Geschichte nicht von einer gewöhnlichen Stubenfliege - nach dieser Vorstellung könnte keiner der Zuschauer mehr eine solche erschlagen, auch wenn sie ihn noch so quälen würde. Abgrundtiefe Verzweiflung, überschwängliche Freude, kindliches Staunen – mit dem gesamten Spektrum der Gefühlswelt zog Stefan Ferencz mit einer Mischung aus Pantomime, Slapstick und Clownerie das Publikum in seinen Bann.
"Die Eintagsfliege" heißt das Stück, das in einer Vorstellung des mobilen Theaters "Pohyb's und Konsorten" in Hofheim zu sehen war. Doch anders als das Fluginsekt Ephemeroptera (von gr. ephemeros = eintägig und pteron = Flügel), nutzt diese Eintagsfliege ihre kurze Lebensspanne nicht ausschließlich zur Begattung und Eiablage. Mutig entflieht sie ihrem engen Alltag und macht sich daran, die Welt zu erkunden. Dabei ist sie in ständiger Zwiesprache mit einer Taschenuhr, die ihre unaufhaltsam verrinnende Lebenszeit anzeigt. Schließlich erfüllt sich die Fliege ihren großen Traum und wird zum Schauspieler.
Unbeschreiblich, wie Ferencz in rasendem Wechsel sämtliche Genres – von der Liebesgeschichte über das Drama bis hin zum Humor – und alle Rollen bediente. Da flogen die Herzen zwischen "Romea und Julio" hin und her, da philosophierte Telmah über die Frage "Sein oder Nichtsein" und da amüsierte sich der Witzeerzähler köstlich über einen Porschefahrer-Witz. Und auch wenn wohl kein Zuschauer des Slowakischen mächtig war, verstanden alle jedes Wort der ausdrucksstarken Gestik und Mimik des Schauspielers.
Doch irgendwann hatte das letzte Stündlein der Fliege geschlagen. Bevor sie sich endgültig von der Welt verabschiedete, durchlief sie noch einmal die wichtigsten Stationen ihres Lebens. Ferencz wurde zum Fliegenbaby, erkannte freudig die Mutter, verzweifelte über deren Tod, stritt mit dem verständnislosen Vater, durchlebte die erste Liebe, brach schließlich auf in eine unbekannte Welt und erfreute sich erneut als Schauspieler am Applaus des Publikums. In dem Stück "Die Eintagsfliege" verarbeitet der aus der Slowakei stammende Pantomime Stefan Ferencz eine Vielzahl autobiografischer Elemente. Die Zuschauer bedankten sich für die fantastische Leistung des Künstlers mit langem Beifall.

Zuschauerkommentar, Hofheim - 

»...berührt und verzaubert...«

Die Eintagsfliege in Hofheim war gestern ein sehr schönes Erlebnis! Wir sind berührt und verzaubert, auch ein bisschen traurig heimgegangen.Mir tat die kleine ratlose Fliege leid, sie hätte sich doch noch zu ihren guten Zeiten ein begeistert applaudierendes Publikum gewünscht, nicht nur am Ende.Die Kinder fanden es auch schön, besonders den "Lichtschwertkampf", den die kleine mucha vollführte.Danke für den schönen Abend...Aber dann haben wir unter dem Moskitonetz über dem großen Bett doch noch alle diskutiert über die Rückblenden und die Reihenfolge des kurzen Lebens.Ich sehe Euch so gerne! Ihr seid große Künstler mit großen Herzen!Danke für das schöne Erlebnis.

Klopf; Boote vom Haßgau - 

»Ohrwürmer, Evergreens und Schnipselstücke«

Schnipselstücke zur Schüttbaunacht weiterlesen

RÜGHEIM. ...
Zwischen den beiden musikalischen Programmpunkten amüsierte sich das Publikum köstlich über die sogenannten Schnipselstücke von Maike Jansen und Stefan Ferencz alias “pohyb's und konsorten“. Trefflich, mit welch ausgefeilter Mimik und Gestik Ferencz einen Autodiebstahl darstellte. Da war die Spannung, bis das Auto endlich geknackt war, da war die stolz geschwellte Brust, als der kleine Dieb mit dem Auto davonraste, und da war seine Verzweiflung, als er versuchte, eine Panne zu beheben. Auf Wunsch des Publikums versuchte er eine Fliege zu fangen - oder Predigte als Pfarrer. Kurzum: Ferencz beherrschte auch beim Improvisieren die hohe Kunst der Pantomime.

pohyb's und konsorten – Interview Radio mephisto

Interview hören – Teil 1 – Begrüßung
Interview hören – Teil 2 – Kindertheater
Interview hören – Teil 3 – Clowns im Krankenhaus
Interview hören – Teil 4 – Verabschiedung

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