Sams-Revue

Rüsselnasig, witzig, laut und ohne Respekt, jeder Zeit ein flott-frecher Reim in ihm steckt,
dazu blaue Wunschpunkte im ganzen Gesicht, diese Melange ist – das Sams – wer kennt es nicht.
Für 60 Minuten laden wir euch ein, bei samsigen Späßen dabei zu sein.
Ihr kennt Frau Rotkohll, ganz ohne Benimm – plötzlich steht sie in Taschenbiers Zimmer drin.
Natürlich – wie ihr ebenfalls wisst – ist das Herrn Taschenbier gar nicht recht,
doch er ist schüchtern und ängstlich; sagen kann er das sooo schlecht.
Laut singt das Sams – schon kommt Frau Rotkohl herbei, die Tür ist zu – was soll denn diese Lümmelei?!
Auch Herr Taschenbier möchte das Sams zu gern stoppen, doch auch ihn tut es mit dem Schlüssel foppen.
Himmel, Herrgott; Was soll denn das? Das Sams – ihr könnt sehen - hat dabei Riesenspaß.
Schließlich aber stellt Herr Taschenbier erstaunt fest, dass sich eine Frau Rotkohl durchaus besiegen lässt …
Diese und natürlich noch andere Anekdoten werden euch aus verschiedenen Büchern in unserem Stück geboten.
Wir reihen sie auf, wie an einer Perlenschnur, die beiden Erzähler bauen die Brücken nur.

Das Stück

Das Stück ist ein Streifzug durch verschiedene Sams-Bücher.
Angeführt wird dieses von zwei Erzählfiguren, die in raschen Wechseln in die verschiedenen Rollen schlüpfen.
Sie schaffen die Übergänge von Episode zu Episode, in denen das Sams ganz seiner Art, voller Witz, Keckheit, skurril und clownesk, entsprechend die Szenen bestimmt, was für alle Beteiligten nicht ohne Konsequenzen bleibt.

Zu Hilfe nehmen die Spieler dabei nur kleine Nasenmasken und einzelne Kostüm- und Requisitenteile,
dazu eine Mischung aus Slapstick, Wortwitz, clowneskem körperbetontem Spiel
und der Tradition der Commedia dell Arte folgend
stehen sie dabei im improvisatorischen Kontakt mit dem Publikum.

  • Für Kinder von 6 bis 10 Jahren
  • Dauer ca. 70 Minuten

Die nächsten Termine

Mo 29.07.2019 - 11:00 Uhr  Pliezhausen - Mediothek

Kritiken & Kommentare

Badische Zeitung - 

»Wo Wünsche Punkte kosten«

Theater "Pohyb's und Konsorten“ führt mit "Sams-Revue" in die Welt des Buchhelden weiterlesen

Brühl. Rotzfrech, vorlaut und nur Unsinn unter seinem roten Schopf – kann das ein Held sein? Zweifelsohne! Das kleine Etwas im Taucheranzug, mit der Schweinchennase und den blauen Punkten im Gesicht ist mehr als nur eine Figur aus der Feder von Kinderbuchautor Paul Maar. Das Sams ist Kindheitserinnerung, Vorbild und Kult in einem. Selbst heute noch, vier Jahrzehnte nach seiner Entstehung.

Da tappt es munter auf der Bühne umher, klopft einen Spruch nach dem nächsten und freut sich über jeden Lacher, den es von Jung und Alt erntet. Denn das mobile Theater „Pohyb`s und Konsorten“ haucht dem Buchhelden Leben ein.

Eine Welt wie im Bilderbuch
Unter Mitwirkung des Buchautors haben die beiden Schauspieler Maike Jansen und Stefan Ferencz eine bunte Sams-Revue entwickelt, in der sie sich auf Streifzug durch sechs der Kinderbuchwerke begeben. Am Mittwoch war daher in der Brühler Festhalle Samstag angesagt.

Der quirlige Rotschopf hatte sich die Einladung der Gemeindebücherei und „Bücherinsel“ nicht entgehen lassen. „Bühne frei für samsige Späße“, hieß es also an diesem Nachmittag, an dem sich zahlreiche Kinderaugen nicht von dem ulkigen Schauspiel lösen konnten. „Ich habe den Film dazu schon gesehen“, gestand die eingefleischte Samskennerin Giulia. Die Show auf der Bühne begeisterte die neunjährige allerdings noch mehr.

Die beiden Darsteller zauberten mit nur wenigen Requisiten, aber dafür umso mehr Talent eine Welt wie im Bilderbuch. Mit pantomimischen Effekten, einem Funken Artistik und einem Hauch von Slapstick nahm das Bühnenpaar die Kinderschar mit in die fade Welt von Herrn Taschenbier, in der von Montag bis Sonntag die gleiche Eintönigkeit herrscht. Bis eines Samstags im Mai ein fabelartige Wirbelwind sein Leben auf den Kopf stellt.

Mit viel Liebe zum Detail hangelten sich Maike Jansen und Stefan Ferencz von einer bekannten Buchszene zur nächsten. Der anspruchsvolle Spagat aus vielen kleinen Episoden eine Geschichte zu kreieren, gelingt ihnen in ihrer Revue absolut. Sie schlüpfen tief in ihre Rollen hinein und wecken den Eindruck, mit ihren Protagonisten zu verschmelzen – auf eine wandelbare Weise.


Meister in der Darstellung

Eben noch in der Rolle von Vermieterin Frau Rotkohl, verwandelte sich Jansen wie von Zauberhand in die lebenslustige Sams-Figur, um im Nu zu Herrn Taschenbiers Chef, Herrn Oberstein zu mutieren. Kleine Requisiten wie Hornbrille, Mützen und Pappnasen setzte das Duo dabei als Helferlein ein. Die eigene Ausdruckstärke überwog jedoch. Schließlich ist das Theater „Pohyb`s und Konsorten“ Meister in Sachen Stimmenverstellen und Mimikgebrauch.

Alle Sinne im Einsatz robbten sie sich von der ersten Begegnung zwischen der „Affenart“ Sams und seinem „Papa“ Herr Taschenbier weiter, regten mit fetzigen Dialogen zum Kichern und Schmunzeln an. Für seinen Schabernack bekannt, sparte das Sams in der Festhalle nicht mit seinen Streichen – und Herr Taschenbier nicht mit seinen Wünschen. „Ich wünsche mir einen Milchkaffee“, „Ich wünsche mir ein Auto“ – wo soeben noch Wunschpunkte das Sams-Gesicht übersäten, schwanden sie immer mehr dahin. Zum Entsetzen der kleinen Besucher.

Die Inszenierung war schließlich so ansprechend und fesselnd umgesetzt, dass die sich am liebsten eins gewünscht hätten: kein Ende. Doch das Sams hatte keinen Wunschpunkt mehr im Gesicht übrig.

Badische Zeitung - 

»Mischung aus Wortwitz, Slapstick und Körperspiel«

Sams-Revue in der Aula des Kenzinger Gymnasiums: Bunter Streifzug durch verschiedene Abenteuer der Buchreihe. weiterlesen

Die Bücher des 1937 geborenen Schriftstellers und Illustrators Paul Maar werden von jüngeren Schulkindern heiß geliebt. "Das Sams ist da", hieß es am Dienstag in der Aula des Kenzinger Gymnasiums. Es spielte das Wandertheater "Pohyb’s Konsorten". Über 100 Kinder und Erwachsene kamen zu der von Jugendpflege und Buchhandlung Bücherwurm veranstalteten "Sams-Revue".

Das Theaterstück ist ein Streifzug durch verschiedene Abenteuer der Buchreihe, aufgeführt von dem Schauspielerduo Maike Jansen und Stefan Ferencz. Der Begriff "Pohyb" ist slowakisch und bedeutet Bewegung. Nur so kann man auch zu zweit vier Rollen besetzen, wobei mal der eine, mal der andere Schauspieler das "Sams", ein freches Fabelwesen, gibt.

Weitere Zutaten sind ein wenig Schminke, Nasenmasken und sparsame Requisiten. Die Mischung aus Wortwitz, Slapstick und clowneskem Körperspiel kommt beim Publikum gut an. Ganz wichtig sind auch die Geräusche: Türquietschen, Vogelgezwitscher oder Donnergrollen – alles wird live auf der Bühne erzeugt und weckt faszinierend die Aufmerksamkeit.

Das Theaterstück beginnt mit einem Überraschungseffekt. Nicht etwa ein quietschbuntes Sams – nein, zwei streng blickende Saalwächter begrüßen ihr Publikum. Schweigend beginnen sie eine ebenso strenge Choreografie. Die pantomimischen Gesten und symmetrische Schrittfolgen wirken verblüffend: Im Saal ist es mucksmäuschenstill. Der Klang zweier Glöckchen wird zum Ereignis. Erst ein von der Bühne aus dirigiertes Klatschkonzert löst die Spannung. In den Gesichtern der Zuschauer verbreitet sich Lächeln. Auf das Sams werden die Kinder noch ganze 30 Minuten warten. Von Langweile jedoch keine Spur. Zuerst muss man dem Schauspieler Mike auf die Sprünge helfen: "Kann man etwa mit traurigem Gesicht eine Sonne spielen?" Dann scheucht eine putzende Frau Rotkohl den schüchternen Herrn Taschenbier über die Bühne. Ohne jemals in Klamauk auszuarten, bieten Slapsticknummern und absehbare "Unglücke" Vergnügliches für Groß und Klein. Immer wieder quittiert schallendes Gelächter die Späße. Nach Sams-Art werden dabei "leckere Reime" komponiert – bis heiß erwartet das Sams tatsächlich erscheint: Mit blauen Punkten im Gesicht, roten Bürstenhaaren und einer Rüsselnase ist dieses Wesen gar lustig anzuschauen. Anarchisch und phantasiebegabt gibt es dem schüchternen Herrn Taschenbier genau das, was ihm fehlt: Etwas mehr Lebensmut, Leute anquatschen und einfach tun, was Spaß bringt. Eine besondere Bewandtnis hat es mit den blauen Wunschpunkten: Die lassen selbst Herrn Taschenbier begeistert das Wünschen entdecken – was ganz schön kompliziert sein kann. So erscheinen bei dem Wunsch nach Geld erst einmal ein Schokoladentaler und nach genauerer Definition ("richtiges Geld") riesige, alte Scheine. Auch der Wunsch nach einem Auto erweist sich als kompliziert. Zum Erfolg wird schließlich der Umkehrwunsch: Wenn Frau Grünkohl – "äh, Rotkohl" – mal wieder schimpfen oder die Miete erhöhen will, muss sie immer das Gegenteil sagen. Zornig geschriene Schmeichelworte ernten fröhliches Kinderlachen. "Alles cool" und "alles war lustig" finden die 9-jährigen Alisa und Anne, als die Show nach fast eineinhalb Stunden zu Ende ist. Vereinzelte Längen wären schnell beseitigt: Die veranschlagten 60 Minuten gäben den perfekten Zeitrahmen.

U. Frohme - 

»Ein schöner gelungener Nachmittag für den Jungen und den Alten …«

Ich denke, wenn ich gehörlos wäre hätte ich dem Verlauf der Geschichte aufgrund der guten pantomimischen Gebärden ausgezeichnet folgen können. weiterlesen

Hallo pohyb's & konsorten – War mit meinem Enkel (7 J.) in der Vorstellung. Er kannte natürlich Sams, aber ich hatte keine Ahnung. Mein Enkel war nach der Vorstellung jugendlich total begeistert und ich war altersgerecht auch begeistert, ich denke, wenn ich gehörlos wäre hätte ich dem Verlauf der Geschichte aufgrund der guten pantomimischen Gebärden ausgezeichnet folgen können. Ein schöner gelungener Nachmittag für den Jungen und den Alten. Mit freundlichen Grüssen, U. Frohme

RNZ - 

»Das junge Publikum geriet schier aus dem Häuschen.«

"Sams-Revue" gastierte in der Gemeindebibliothek (Werner Popanda). weiterlesen

Sandhausen. Was geschieht, wenn zwei putzmuntere, überaus talentierte und profund ausgebildete Schauspieler und Pantomimen vor weit über hundert nicht minder hellwachen Buben und Mädchen auftreten? Dann passiert genau das, was Maike Jansen und Stefan Ferencz mit der nachmittäglichen Aufführung ihrer "Sams-Revue" in der Gemeindebibliothek gelang. Nämlich so viel Jubel, Trubel und Heiterkeit auszulösen, dass das junge Publikum schier aus dem Häuschen geriet.

Wesentlich hierzu trug natürlich der Namensgeber der Revue bei, also die enorm populäre Hauptfigur der Kinderbuchreihe aus der Feder des Autors, Illustrators und Übersetzers Paul Maar, der für sein literarisches Werk zigfach mit Preisen ausgezeichnet wurde. Und wer es immer noch nicht weiß, erfährt eben jetzt, dass das Sams nicht nur blaue Punkte im Gesicht hat, sondern auch rote Bürstenhaare, einen prallen Ranzen, Froschfüße und eine Rüsselnase. In dieser Rolle sieht man Maike Jansen und Stefan Ferencz anfänglich jedoch nicht, denn er betätigt sich zu erst einmal als streng dreinblickender "Einlaßwächter" zum Saal, während sie im Saal die Gästeschar aufmerksam unter die Lupe nimmt.

Als alle ihren Platz gefunden haben, geht die Revue aber ab wie die Post, wobei sich die auf der Bühne von denen vor der Bühne gleich zum Auftakt wünschen, dass sie ihre Reime "goutieren". Das dieser in Erfüllung geht ist nach spätestens fünf Minuten überhaupt keine Frage, denn das Duo das auf den Künstlernamen "pohyb's & konsorten" hört, schafft es geradezu spielend, die Kinder in den Bann zu schlagen. Aber nicht nur das ist der Fall, denn die kleinen Samsfreunde werden obendrein regelmäßig und wirklich gekonnt in das Bühnengeschehen einbezogen und so zu einem Teil der Darbietung. Beispielsweise als Frau Rotkohl sich kräftigst als Reinemachfrau austobt. Die Vermieterin von Herrn Taschenbier, der in den Büchern die Rolle des Papas des Sams einnimmt, treibt es hierbei so bunt, dass ihr Mieter Zuflucht auf einem Stuhl suchen muß. Als Herr Taschenbier nach dieser Szene vorsichtig wieder am Kulissenrand erscheint und die Frage "ist sie weg?" stellt, ertönt ein lautes "Ja!" unisono aus den Stuhlreihen. Doch schier gar keine Grenzen mehr kannte der Frohsinn dann, als das Sams in Aktion trat.

Lage - 

»Das Sams macht mächtig Wirbel«

Mit diversen Späßen und Abenteuern aus den Sams Büchern hat das Künstlerduo "pohyb's & konsorten" begeistert. weiterlesen

Der Auftritt gestaltete sich sehr lebendig. Mühelos wechselten beide Darsteller zwischen den diversen Figuren.

Eine Mischung aus Slapstick, Clownerie und Pantomime, was den Nerv der Kinder genau zu treffen schien. Bei denen kam die Vorführung bestens an: Aufmerksam verfolgten sie das skurrile Geschehen auf der Bühne, lachten über die drolligen Späße und spendeten am Ende reichlich Beifall."

Die Rheinpfalz - 

»Sams kam am Mittwoch …«

Die populäre Kinderbuch-Figur, Held einer slapstick-haften Revue.  weiterlesen

Die sechs Kinderbücher der Sams-Abenteuer von Autor Paul Maar, zwischen 1973 und 2009 erschienen, haben Generationen angeregt, die Erlebnisse des Sams in Aufführungen, Musicals und Filmen neu zu verarbeiten. Im Ramsteiner Haus des Bürgers wurde am Mittwoch auf Initiative der Stadtbücherei und der Buchhandlung Doris Koch eine interessante Version dieser Fantasie-Welt vorgestellt.

Seit sechs Jahren sind Maike Jansen und Stefan Ferencz vom Erfolgsduo und Wandertheater "pohyb's & konsorten" auf solche Kinderbücher spezialisiert: Sie bearbeiten sie im Auftrag von Verlagen, Erstellen eigene Textbücher für Inszenierungen im Genre von Pantomime, Slapstick, Clownerie, Masken-Theater mit Elementen der modernen Boulevard-Komödie.

Maike Jansen studierte an der Zirkus- und Theaterschule im Schweizer Tessin mit den Schwerpunkten Körpersprache und Schauspiel, Stefan Ferencz erlernte Pantomime an der Folkwang-Hochschule in Essen.

Beiden gelang in Ramstein eine selbst konzipierte und bis ins kleinste Detail akribisch vorbereitete und realisierte Umsetzung der Traumwelt des Sams. Die Geschichte um den gestressten Herrn Taschenbier nimmt mal spannende, mal groteske Züge an. Er wird von seiner Zimmerwirtin drangsaliert, die mitten in seiner Ruhe anfängt die Stube zu kehren. Doch da kommt das Sams und singt ganz laut. Das Fantasie-Wesen Sams – im Rheinpfalz-Gespräch von Maike Jansen als eine Art innere Stimme klassifiziert – regt Herrn Taschenbier in solchen ausgewählten und gespielten Episoden an, mehr aus seinem Leben zu machen. So hat Herr Taschenbier im Büro auch eine Frau kennengelernt, die er mit Hilfe des Sams erobert.

Kurz: die Ramsteiner Inszenierung verarbeitet die ersten drei Samsbücher mit einer Fülle von Episoden zu einer eigenen Geschichte. In der Art der Commedia Dell'Arte entsteht die szenische Abfolge offenbar in Interaktion mit dem Publikum. Doch der Schein trügt. Hinter dieser Spontaneität steckt ein ausgeklügeltes Konzept, das alle Effekte und Möglichkeiten des Regietheaters zur Charakterisierung von verschiedenen Rollen einsetzt.

Pantomime, zirzensische Übertreibungen, Slapstick-Einlagen und eine Mischung aus artistischer Körperbeherrschung und humoristisch wirkender Hilflosigkeit verfehlten ihre Wirkung auch dieses Mal nicht.

Von Reiner Henn

Rheinland-Pfalz - 

»Sams kam am Mittwoch«

Spannend, grotesk und bis ins kleinste Detail durchdacht …